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Ist Colitis Ulcerosa heilbar?

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Diesen Beitrag wollte ich schon seit langer Zeit schreiben, da ich ihn für besonders wichtig halte. Es geht um die Frage, ob Colitis Ulcerosa heilbar ist. Vermutlich ist es fast immer eine der ersten und wichtigsten Fragen, die man sich nach der Diagnose stellt. Umso gefährlicher ist es deshalb, wenn trotz klarer wissenschaftlicher Erkenntnisse im Internet Unwahrheiten und falsche Versprechen verbreitet werden, um von der Verzweiflung betroffener Patienten zu profitieren. Deshalb gibt es hier sowohl die erwiesenen medizinischen Tatsachen als auch eine Warnung vor den Versprechen der selbsternannten Wunderheiler.

Heilung durch Medikamente

Fangen wir also direkt an! Die Antwort auf die Frage, ob Colitis Ulcerosa heilbar ist, fällt leider kurz und einfach aus:

Trotz der großen Vielfalt verfügbarer Behandlungsmethoden ist Colitis Ulcerosa derzeit noch nicht heilbar. Es gibt bisher kein Medikament und keine Therapie, für die eine Heilung der Erkrankung nachgewiesen werden konnte. [1],[2]

neue colitis ulcerosa medikamente

Zwar gibt es mittlerweile zahlreiche Medikamente (und es werden ständig mehr), allerdings unterdrücken sie die Erkrankung nur. Da es sich bei der Colitis Ulcerosa um eine chronische Darmentzündung handelt, bist du also auch während einer wirksamen Therapie und ohne Symptome leider nicht geheilt. Sollte das Medikament seine Wirkung verlieren oder du die Therapie abbrechen, kann die Entzündung jederzeit wieder aufflammen.

Trotzdem sind die Medikamente sehr gut darin, die Erkrankung zu unterdrücken. Viele Patienten leben viele Jahre oder ihr Leben lang ohne schwere Schübe. Und selbst bei meinem schweren Verlauf hatte ich zeitweise Medikamente, mit denen ich mich gefühlt habe, als wäre ich geheilt. Auch wenn es noch keine Heilung gibt, ist die Medizin also schon sehr weit.

„Heilung“ durch Operation

Häufig wird davon gesprochen, dass die Colitis durch eine Operation geheilt werden kann. So wird es mitunter auch von den Chirurgen beworben. Vom Prinzip her stimmt das auch: Die Standard-OP bei Colitis ist die Kolektomie, in der der gesamte Dickdarm entfernt wird. Und wenn kein Dickdarm mehr da ist, kann sich logischerweise auch kein Dickdarm mehr entzünden. Also ja, die Dickdarmentzündung ist durch die Operation auf jeden Fall behoben. Damit ist der „Colitis-Aspekt“ der Colitis Ulcerosa durch eine Operation „heilbar“, wenn man es so nennen möchte.

Leider kann sich eine Colitis allerdings auch außerhalb des Dickdarms auswirken. Unter dem Schlagwort „Extraintestinale Manifestationen“ gehören dazu unter anderem Entzündungen der Gelenke, Haut oder Augen. Damit hat bei weitem nicht jeder Patient zu kämpfen; sie können aber auch nach der OP noch jederzeit auftreten. Auch der Pouch, der in den Operationen aus dem Dünndarm gebaut wird und den Dickdarm ersetzt, entzündet sich häufig.

Dein Körper ist also auch ohne Dickdarm noch ziemlich daran interessiert, sich sinnlos zu entzünden. Der „Autoimmun-Aspekt“ der Colitis Ulcerosa bleibt also im Körper. Damit ist auch mit einer Operation die Colitis Ulcerosa nicht komplett heilbar. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass es einem nie wieder gut geht oder man dauerhaft Probleme hat.

Colitis Ulcerosa „natürlich heilen“

Jetzt kommen wir allerdings zu einem sehr unschönen Trend. Dazu aber eine Sache vorab:

Pflanzliche Mittel spielen in der Behandlung von Colitis Ulcerosa eine wichtige Rolle. In den medizinischen Leitlinien zur Behandlung wird z.B. Kurkuma erwähnt und im Krankenhaus gibt es Apfelpulver nach den OPs. Als Ergänzung zur primären Therapie und in Abstimmung mit den Ärzten sind sie also eine super Sache. Diese Mittel sind aber ein anderes Thema und hier nicht gemeint.

Stattdessen geht es im Folgenden um spezielle Ernährungsformen oder homöopathische Mittel, deren einzige Wirkung nachweislich der Placebo-Effekt ist. [3] Die Anbieter bezeichnen das Ganze häufig als „Heilung ohne Medikamente“, „Natürliche Heilung“ oder „Heilung durch Ernährung“ und machen teils abstruse Versprechen. Ich will an dieser Stelle nicht zu solchen Anbietern verlinken, deshalb hier einige Beispiele:
HINWEIS: Die roten Texte sind Negativbeispiele und nicht von mir. Sie sind inhaltlich absoluter Quatsch und sollen nur zeigen, was teilweise in Büchern oder auf Websites versprochen wird.

Dieser erste Text stammt von einer Ernährungsberaterin, die ihr Ernährungsprogramm an CED-Patienten verkauft. Deshalb ist es besonders praktisch für ihr Geschäftsmodell, wenn die gesamte Medizin und Wissenschaft einfach nur fälschlicherweise behauptet, die Krankheit sei chronisch und nicht heilbar. Das ist natürlich absolut falsch und grenzt schon an eine Verschwörungstheorie. Die richtige Ernährung und geeignete Nährstoffe sind auf jeden Fall wichtig, können alleine die Darmschleimhaut aber leider nicht vor der Entzündung schützen.

Diese Überschrift ist der Titel eines Buchs mit über 200 Bewertungen auf Amazon. Der Autor verspricht, dass Patienten mit seiner Möhrensuppe ihre Medikamente deutlich reduzieren können oder das mit „Möhren, Heidelbeeren und Äpfeln blutiger Durchfall in rasend kurzer Zeit gestoppt werden kann“. Seinen Doktor-Titel führt er dabei besonders gerne und lässt den Zusatz „rer. nat.“ auch einfach mal weg. Der könnte ja verraten, dass er gar kein Arzt ist, sondern in industrieller Chemie promoviert hat (was schon weniger nach Naturheilkunde klingt…).

Würde ich Möhrensuppe statt Kortison bevorzugen? Ja absolut! Sollte man glauben, dass niemand außer unserem Chemiker auf diese Idee gekommen ist und seine Therapie darauf umstellen? Auf keinen Fall. Die Nebenwirkungen von Kortison sind bestens erforscht und nicht ohne Grund wird es nur im schweren Schub, für möglichst befristete Zeit und unter dauerhafter Überwachung genutzt. Aber zur Behandlung akuter Schübe ist es derzeit leider die beste Wahl. Frage deinen Arzt gerne, ob zusätzliche Möhrensuppe hilfreich ist. Aber bitte stelle niemals wegen einem Amazon-Buch eigenständig deine Therapie um!

Diese selbsternannte „Online-Immunspezialistin“ lügt schon im ersten Satz. Wie oben bereits geklärt, ist es bisher leider schlichtweg falsch, dass Colitis Ulcerosa heilbar ist. Und das gilt sowohl für Homöopathie als auch für richtige Medizin. Hinzukommt, dass mit Homöopathie selbst überhaupt nichts heilbar ist. Sie enthält meist nicht einmal nachweisbare Wirkstoffe und funktioniert rein über den Placebo-Effekt. [3] Auch sie ist keine Medizinerin, sondern hat sich in ihrer Doktorarbeit der Musik mit „Geschlecht und Stimme im zeitgenössischen Musiktheater bei Stockhausen, Rihm und Hölszky“ beschäftigt. Ob da chronisch entzündliche Darmerkrankungen ein Thema waren, wage ich zu bezweifeln.

Zum Abschluss wird es nochmal besonders abstrus. Auch diese Überschrift ist der Titel eines beliebten Buchs auf Amazon. Darin beschreibt die Autorin (dieses Mal ohne Doktortitel), wie sie rein durch eine Ernährungsumstellung innerhalb eines Jahres alle Medikamente absetzen und beschwerdefrei werden konnte. So weit, so fragwürdig. Aber wenn es geklappt hat, ist daran ja nichts auszusetzen. Was dann aber kritisch wird, sind folgende Aussagen:

„Die Schulmedizin sagt, die Krankheit wäre nicht heilbar. Doch die Unheilbarkeit ist nicht wissenschaftlich erwiesen, sondern ergibt sich aus der Tatsache, dass es außer Dr. Bruker noch keinem Arzt gelungen ist, vollständige Beschwerdefreiheit zu erreichen.“

Den ersten Teil hatten wir schonmal: Alle Mediziner und Wissenschaftler der Welt erzählen uns Patienten einfach aus Spaß, dass die Krankheit nicht heilbar wäre. 1A Verschwörungstheorie und absoluter Schwachsinn.

Dieses Mal kommt dann aber noch ein grundlegendes Missverständnis über das Prinzip von Wissenschaft dazu. Niemand muss beweisen, dass eine Krankheit unheilbar ist. Stattdessen muss logischerweise ein Medikament, eine Therapie oder von mir aus auch eine Möhrensuppe zeigen, dass sie wirkt. Dies hat für Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn bisher leider noch niemand geschafft und deshalb gelten die Erkrankungen (bisher) als nicht heilbar. Es steht aber jedem offen, die Wirksamkeit eines Mittels zu beweisen und unzählige Menschen arbeiten täglich genau daran.

Aber was ist denn mit dem Herrn Dr. Bruker, auf den die Autorin verweist? Hat er vielleicht wirklich die Lösung gefunden und ihm hat einfach bis zu seinem Tod 2001 nie jemand zugehört? Immerhin ist er die einzige Person in diesem Beitrag mit einem medizinischen Doktortitel…

Du kannst dir die Antwort vermutlich denken. Dr. Brukers Ernährungslehre ist zwar in der Naturheilkunde beliebt, wissenschaftlich aber gefährlicher Schwachsinn. Seine Empfehlung zu Rohkost und Hülsenfrüchten statt Schonkost bei Schüben der CED widerspricht den medizinischen Empfehlungen (und auch dem gesunden Menschenverstand) und hilft nicht, sondern begünstigt Mangelernährung, die man im Schub nun wirklich nicht gebrauchen kann. Allgemein wurden für seine Rohkosternährung zahlreiche schädliche Folgen nachgewiesen und die Ernährungswissenschaft lehnt seine Behauptungen als „unhaltbar“ ab. [4]

Das alles wundert einen aber spätestens dann nicht mehr, wenn man folgende „Erkenntnis“ von Herrn Bruker kennt: Wer sich nach seiner Theorie ernährt, braucht sich nämlich auch keine Sorgen vor einer AIDS-Infektion machen. [4] Noch Fragen?

colitis ulcerosa heilbar wundermittel
Im Internet und auch unter Alternativmedizinern gibt es leider viele falsche Versprechen zur Heilung der Colitis.

Auch wenn man drüber lachen kann, hat die Sache einen ernsten Hintergrund. Ich selbst kenne das Gefühl, wenn Medikamente nicht wirken und die Ärzte keinen Ausweg mehr zu finden scheinen. Das kann einen schnell in die Verzweiflung treiben und plötzlich ist man froh über jeden Strohhalm, der Besserung verspricht.

Umso verabscheuenswerter ist es dann, wenn genau dieses Gefühl ausgenutzt wird, um daraus finanziell zu profitieren. Kein Anbieter aus den Beispielen bietet seine Wunderlösung einfach aus Nächstenliebe an. Es geht immer darum, ein Buch, ein Heilmittel oder ein Ernährungsprogramm zu verkaufen. Solltest du in der unglücklichen Situation sein, verzweifelt nach einer Lösung zu suchen, dann lass dich nicht von solchen Anbietern über den Tisch ziehen. So schön es auch wäre, weder Möhrensuppe noch Rohkost machen Colitis Ulcerosa heilbar.

Stattdessen ist es extrem gefährlich, seine Therapie ohne Rücksprache mit dem Arzt zu ändern oder sogar ganz zu beenden. Halte deshalb unbedingt immer Rücksprache mit einem Arzt (der dir nichts verkaufen will), bevor du neue Methoden ausprobierst. Und wenn du ein interessantes Buch gefunden hast, dann investiere fünf Minuten deiner Zeit, um zu checken, wer da seine Weisheiten verbreitet und ob das Konzept dem Stand der Wissenschaft entspricht.

Quellen:
[1] Yeshi, K.; Ruscher, R.; Hunter, L.; Daly, N.L.; Loukas, A.; Wangchuk, P. Revisiting Inflammatory Bowel Disease: Pathology, Treatments, Challenges and Emerging Therapeutics Including Drug Leads from Natural Products. J. Clin. Med. 2020, 9, 1273. https://doi.org/10.3390/jcm9051273
[2] Frank H. Mader, Bernhard Riedl: Allgemeinmedizin und Praxis, 8. Auflage
[3] https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/homoeopathie-wissenschaftlich-nicht-nachvollziehbar/
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Otto_Bruker

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2 Antworten auf „Ist Colitis Ulcerosa heilbar?“

Hallo Lasse,

ich hoffe Du konntest etwas Ruhe finden und natürlich hoffe ich auch, das es Dir mit dem Pouch sehr gut geht.

Wie Du weißt, habe ich mich von der schulmedizinischen Behandlung abgewandt und arbeite seit einem Jahr hart an mir. Trauma-Therapie (sehr erfolgreich), Thematik Parasympathikus und Sympathikus (Nervensystem) sind dabei der größte Punkt. Ich ernähre mich zur Zeit immer noch Carnivore in höchster Qualität und habe durch den jetzt erlangten Fettstoffwechsel ein mir bisher ungekanntes Energielevel erreicht. Suppenkoma und Tagestiefs gibt es faktisch bei mir nicht mehr.
Zudem meditiere ich, treibe Sport und achte so oft wie es nur geht darauf bewusst durchs Leben zu gehen. Das ist natürlich sehr anstrengend und bedarf auch viel Zeit und Kraft, bis sich Erfolge einstellen. Aber mittlerweile habe ich ohne Medikamente immer weniger Symptome, und war sogar schon einige Tage ohne Blutausscheidungen und Gelenkschmerzen. Auch die Entzündungen auf der Haut sind stark zurück gegangen.
Ich habe mir alle Amalgamfüllungen entfernen lassen und werde sogar meinen Beamtenstatus aufgeben und die damit verbundene „vermeintliche“ Sicherheit hinter mir lassen und anfangen zu leben.

Die letzte gastrologische Untersuchung ist 2 Monate her und hat eine hochentzündliche Colitis ergeben. Am 07.09. steht nur eine weitere Untersuchung an und ich bin gespannt, ob meine körperlich sprürbaren Verbesserungen auch visuell bestätigt werden.

Im großen und ganzen kann ich sagen, das man sich nicht auf Lebensmittel allein verlassen soll. Man soll nur schauen, wie der Körper auf gewisse Nahrung reagiert. Dann sollte man daraus lernen und folglich handeln. Wichtig ist eine möglichst unverarbeitete, nährstoffreiche Ernährungsweise. Stück für Stück arbeite ich mich aus der „chronischen Erkrankung“ heraus und das ist kein Wunschdenken, sondern findet zur Zeit wirklich statt. Ich hatte viele Zweifel und war mir auch sehr lange Zeit sehr unsicher. Aber ist das ein Wunder? Wer von uns hat denn gelernt auf sich zu hören und wirklich zu vertrauen. Wir geben nur allzu gern die Verantwortung an andere ab (Ärzte z.B.). Aber das ist in der Gesellschaft so verankert und fest im Leben integriert.

Meine Probleme, vor allem das unbewusste Leben waren mir null bewusst. Durch Meditation, Neustrukturierung meines Lebens, Integration von gesunden Morgen- und Abendroutinen habe ich mir viele Ressourcen freigeschaufelt und mein Stresslevel extrem gesenkt. Ich schlafe nun wesentlich besser, habe genug Energie um meine Tage mit Schwung zu bewältigen und bin überwiegend gut gelaunt, sehr stressresistent und ausgeglichen.
Ich kann von mir behaupten, dass die Lösung ausschließlich in mir liegt. So wie die Probleme auch in mir lagen. Man ist für alles im Leben verantwortlich. Es geht nicht um Schuld, es geht um die Verantwortung sich selbst gegenüber. Niemand betankt einen Diesel mit Benziner. Klar, das geht und der Diesel fährt auch zunächst, aber geht viel schneller kaputt. Der menschliche Körper ist auch eine Maschine. Man füllt etwas ein, es wird verbrannt, erzeugt Energie und scheidet schließlich aus. Jeder sollte schauen, welche Art von Motor er hat und das befüllen dieses Motors bezieht sich nicht nur auf Nahrung, sondern auch auf jeden Input den man sich vorstellen kann.
Die“chronischen“ Zivilisationskrankheiten kommen in vielen Teilen der Welt einfach nicht vor. Diese Menschen leben aber auch natürlich, naturverbunden, ohne Dauerbeschallung aller Sinne durch, Lichter, Werbung, social media, to do`s, sinnlose Tätigkeiten, etc…

Ich bleibe auf meinem Weg und werde den seit einem Jahr anhaltenden Dauerschub, welcher jetzt so weit abgeschwächt ist, dass ich bereits einige Tage symptomfrei war, in eine dauerhafte, nachhaltige Rezession bringen. Eine Heilung mag es vllt. nicht geben, aber man kann in ein dauerhaftes, entzündungsfreies Leben übergehen und dies auch dauerhaft aufrecht erhalten.

Kein Arzt konnte mir erklären, was die Auslöser für die Colitis sind. Die Schulmedizin tappt im dunklen und behandelt ausschließlich symptomatisch. Das kann bei schweren Schüben zunächst helfen und ist eine gute Sache, aber wenn man die Problematik angehen möchte, dann sollte man sich nicht nur auf die Götter in weiß verlassen, sondern sein Leben anschauen, durchleuchten, Verhaltens- und Traumatherapien machen, bei sich die Gründe für die Erkrankung suchen und dann hart an sich arbeiten. Stück für Stück… lernen was einem gut tut und was der Körper einem mitteilt.

Dies sind meine Erfahrungen und ich bin mir zu 100% sicher, das ich in einigen Monaten komplett symptomfrei sein werde. Ich bleibe auf meinem Weg und habe die Verantwortung zu 100 % übernommen (was der schwierigste Schritt war). Ich hoffe, das viele mit Morbus Chron, Colitis Ulzerosa und ähnlichen Erkrankungen auch mal in sich gehen und die Lösung in sich selbst suchen, anstatt sich ausschließlich auf eine äußere Problemlösung zu verlassen.

Ich finde Deinen Blog sehr gut und vor allem hilfreich. Ich hoffe Du wirst weiter berichten und vor allem gesund bleiben.

Beste Grüße

Schon lange nicht mehr so herzlich gelacht! Danke, Lasse!

Ich habe selbst einen schweren Verlauf und befinde mich vor OP 2 zur Pouchanlage.
Ich bin auf eine Ayurvedaärztin hereingefallen (und ich bin Ernährungswissenschaftlerin *schäm*). Ich sollte meinen Parasympathikus mit Lavendelöl massieren (Mitte am Ende des Brustkorbes). Als es nach Wochen immer noch beim Massieren weh tat, sagte sie, ich müsse weiter machen und noch Massagen dazubuchen (für 145€ pro Sitzung über 12 Monate = 1740€!). Der Hausarzt diagnostizierte eine akute Pankreatitis und schickte mich ins Krankenhaus. Der Pankreas sitzt nämlich genau in der Mitte am Ende des Brustkorbes. 😀

Also, auch als Naturwissenschaftlerin ist man nicht gefeit vor Scharlatanen und glaubt nur zu gerne Heilsversprechen!

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